МГУ имени М. В. Ломоносова
Вступительные испытания по иностранному языку
Немецкий язык
Блок 1 Вариант 4
ЛЕКСИКО-ГРАММАТИЧЕСКАЯ ЧАСТЬ
Lesen Sie den Text, in dem einige Verben fehlen. Wählen Sie aus der Liste das passende Verb für die Lücken (1-20) aus. Ergänzen Sie sinngemäß das Verb in der richtigen Form (Aktiv, Passiv, Infinitiv, Partizipien u.a.). Sie können jedes Verb nur einmal verwenden! Schreiben Sie Ihre Lösungen (die Nummer und die richtige Form des Wortes) aus (0. hatte gesagt).
nutzen, bewerben, bedrucken, verkaufen, bieten, unterscheiden, ermöglichen, benötigen, hinzufügen, gestalten, übernehmen, sorgen, weglassen, aufrufen, konzipieren, beschreiben, denken, überlassen, umsetzen, ansprechen
Jedes Unternehmen, das physische Produkte (1) __________, muss sich eher früher als später Gedanken um die richtige Verpackung machen. Verpackungen (2) __________ sich in Primär- und Sekundärverpackungen. Die primären sind unmittelbar für den Schutz eines Produktes (3) __________ — eine Zahnpastatube, eine Lippenstifthülse, eine Shampooflasche — und für eine korrekte Nutzung des Produktes entscheidend. Die sekundären Verpackungen können je nach Produktart (4) __________ werden, wenn kein zusätzlicher Schutz (5) __________ wird. Auf der anderen Seite kann eine Umverpackung ohne Schutzfunktion auch mit Absicht (6) __________ werden, um das Produkt auf eine bestimmte Art und Weise zu präsentieren. Beide Verpackungsarten können nämlich über die Schutz- und Präsentationsfunktion hinaus weitere Rollen spielen. So kann eine intelligent (7) __________ Verpackung das Kauferlebnis positiv beeinflussen. Der Kunde kann das Öffnen der Umverpackung regelrecht zelebrieren. Hier kommen auch unterschiedliche Materialien zum Einsatz wie beispielsweise Folien, veredelte Papiere, Kunststoffe und so weiter. Auch verschiedene Elemente können hier für eine gesteigerte Vorfreude (8) __________, etwa besondere Verschlüsse, Perforierungen, Abdeckungen, Siegel, Sticker, Seidenbänder und dergleichen mehr. Verpackungen besonders hochwertiger Produkte werden sogar bis hin zum Öffnungsgeräusch und zum Duft durchdacht und sorgfältig (9) __________ — nichts (10) __________ man hier dem Zufall. Das Ziel hierbei ist eine Beschäftigung mit dem Produkt noch vor der eigentlichen Nutzung und die Kreation eines sensorischen Erlebnisses, das mehrere Sinne (11) __________ : die Sicht, den Tastsinn, das Gehör, den Geruchssinn. Eine andere Möglichkeit, die primäre und sekundäre Verpackung zu nutzen, ist die direkte Kundenansprache. Das kann in Form von informativen oder unterhaltsamen Kurztexten auf der Verpackung (12) __________ werden. Wir alle kennen Produktverpackungen, die sogar die direkte Anrede (13) __________. Außerdem kann eine Verpackung wichtige Anwendungshinweise beinhalten, die Produktzusammensetzung (14) __________, Nutzungsideen und Anwendungsvorschläge präsentieren oder sogar proaktive Problembehebung (15) __________. Um Gewicht und Material zu sparen, kann ein Booklet weggelassen und stattdessen die Innenseite einer Box mit wichtigen Informationen (16) __________ werden. Die heutige Technologie (17) __________ den Herstellern und Marken darüber hinaus, noch intensivere Erlebnisse zu kreieren. So kann mithilfe von sogenannten QR-Codes eine beliebige Webseite des Herstellers auf jedem bedruckbaren, ausreichend großen Hintergrund (18) __________ werden. Der QR-Code wird vom Hersteller generiert, auf die Verpackung gedruckt und kann vom Anwender mittels Handykamera (19) __________ werden. Der Hersteller kann auf diese Art beispielsweise einen Link zu seinem Onlineshop, zu einem Produktkatalog, zu einem Video-Tutorial und dergleichen mehr setzen, was dem Nutzer einen echten Mehrwert (20) __________.
Блок 2 Вариант 12
ЧТЕНИЕ И ПИСЬМО
- Lesen Sie das Interview und geben Sie seinen Inhalt in eigenen Worten wieder. Vermeiden Sie direkte Zitate aus dem Ausgangstext. Jede wörtlich übernommene Textstelle, die mehr als 4 Wörter enthält, ist ein Zitat! Schreiben Sie 150 Wörter.
- Nehmen Sie Stellung zu dem im Interview formulierten Thema. Schreiben Sie 70 Wörter.
«Generation Z: Ist sie “lebensdoof”‘?»
(Bericht von Julia Jannaschk)
Das alltägliche Leben: Damit haben viele Jugendliche laut Nicole Schwalbe Probleme. Die gelernte Juristin arbeitete lange Zeit in der Jugendarbeit und ist Mutter von fünf Kindern. In ihrem Buch “Lebensdoof” bietet sie eine Anleitung fürs Überleben nach der Schule: Arbeits- und Kaufrecht, aber auch Behördengänge, Haushalt und das Versenden eines Briefs gehören dazu. Warum die Schule die Jugendlichen nicht ausreichend aufs Leben vorbereitet, erklärt sie in diesem Interview.
Julia Jannaschk: Warum denken Sie, dass Jugendliche “lebensdoof” sind?
Nicole Schwalbe: Ich habe 20 Jahre Jugendarbeit hinter mir, dort sind immer wieder Jugendliche, am Gymnasium oder im Jugendclub, auf mich zugekommen und gesagt: “Wir finden uns überhaupt nicht zurecht. Wir haben keinen Plan, wenn wir jetzt den Schulabschluss haben, wie das Leben funktioniert. Aber wir lernen nicht, wie man einen Personalausweis beantragt, wie man eine Wohnung findet, wie das mit den Finanzen funktioniert oder ob wir eine Versicherung brauchen.” Die waren relativ verzweifelt.
Jannaschk: Wo hakt es denn besonders bei den Jugendlichen?
Schwalbe: Das ist das Thema Verträge. Die jungen Leute wissen nicht, was genau bedeutet das, wenn ich einen Vertrag schließe, wenn ich eine Unterschrift daruntersetze oder im Internet auf einen Button klicke. Dann sind sie ganz schnell in der Kostenfalle, gerade wenn es um Abonnements geht, wie im Fitnessstudio. Das unterschätzen die Jugendlichen wirklich, dass sie, wenn sie sich vertraglich binden, natürlich auch bezahlen müssen. Da kommt ganz schnell das Inkassounternehmen und statt 52 Euro für das Quartal sind das plötzlich 153 Euro, weil 100 Euro Inkassogebühren dazukommen. Jeder dritte zwischen 14 und 25 Jahren war oder ist schon verschuldet.
Jannaschk: Welche Wissenslücke hat Sie am meisten überrascht bei den Jugendlichen?
Schwalbe: Ich war überrascht, dass Jugendliche zum Teil nicht wissen, wie man einen Brief schreibt und ihn abschickt. Die standen wirklich vor mir mit Postkarte oder Brief und haben gefragt: Was mache ich jetzt? Das haben sie gar nicht verstanden. Es ist aber auch nicht mehr alltäglich, dass Menschen sich Briefe und Postkarten schreiben, weil man Messenger benutzt. Aber da musste ich schon schmunzeln.
Jannaschk: Wie waren denn bisher die Reaktionen auf Ihr Buch?
Schwalbe: Ich bin tatsächlich überrascht, weil sie durchweg positiv waren. Gerade die Eltern oder Großeltern, Tanten und Onkel haben mir als Feedback zurückgegeben, dass dieses Buch fantastisch geschrieben ist und sie selber die Hälfte nicht wussten. Viele sagen: “Ach Mensch, hätte ich das mal vor 20, 30 Jahren gehabt, dann hätte ich nicht so viele Fehler gemacht.”
Jannaschk: Und haben sich auch schon Jugendliche dazu geäußert?
Schwalbe: Von den Jugendlichen habe ich auch schon das positive Feedback bekommen.
Jannaschk: Wie erklären Sie sich, dass die Kultusministerien nicht die Lehrpläne modernisieren?
Schwalbe: Das wird die Zeit jetzt bringen. Der Aufschrei wird immer lauter. Ich denke schon, dass die Lehrer bereits umdenken. Aber wir haben ein Schulsystem, das komplett veraltet ist und überholungsbedürftig. 99 Prozent von dem, was man jetzt in der Schule vermittelt, brauchen die Schüler später nicht mehr.
Jannaschk: Und wie könnte man das erreichen?
Schwalbe: Ich habe mit meinem Verlag versucht, dieses Buch auch in die Schulen zu bringen. Diese Themen sollten wir mit in die Schule aufnehmen, weil Lehrer als Akademiker eher in der Lage sind, diese Themen zu vermitteln als viele Elternhäuser. Man darf nicht vergessen, dass viele Elternhäuser gar nicht in der Lage sind, das zu vermitteln, weil sie es selber nicht gelernt haben. In dem Buch steckt ja mein halbes Jurastudium.
Jannaschk: Nehmen die Kinder den Rat ihrer Eltern überhaupt an?
Schwalbe: Es gibt auch sehr viele Jugendliche, die möchten nicht von ihren Eltern aufgeklärt werden. Die sagen: Ich bin jetzt groß, ich bin 18 Jahre, ich will jetzt alles alleine machen. Aber so einfach ist das doch nicht.
Блок 3 Вариант 16
ПИСЬМО
Lesen Sie das Zitat von Stefan Aust:
„Es ist nicht gut, die Welt nur durchs Fenster zu betrachten” (Stefan Aust, deutscher Journalist)
Stimmen Sie diesem Zitat zu? Nehmen Sie Stellung zum angebotenen Thema. Begründen Sie Ihre Meinung. Nennen Sie wenigstens zwei Argumente und ein Beispiel aus Ihrem Leben (Ihrer Erfahrung). Ihr Text soll nicht weniger als 200 Wörter enthalter.
Beachten Sie dabei den Ausbau des Textes: Einleitung, Aufbau der Argumentation, Schlussfolgerung.