Формат и особенности экзамена
Вариант ДВИ по немецкому языку в МГУ, 2026 год
Блок 1. Вариант 6
ФРАЗОВАЯ СВЯЗНОСТЬ
Sie müssen einen Zeitungsbericht erstatten.
Ordnen Sie die Sätze (Satzteile) in der linken Spalte denen in der rechten zu, sodass ein sinnvoller Text entsteht. Eine Fortsetzung rechts passt in Ihren Bericht nicht!
Schreiben Sie Ihre Antworten auf den Antwortbogen.
Beispiel: 11 – P
BRETTSPIELE — RENAISSANCE EINES HOBBYS
| 1 | Während früher vor allem Klassiker wie «Monopoly» und «Mensch, ärgere dich nicht» auf dem Spieltisch standen, | wodurch sie auch anspruchsvolle Spieler ansprechen. | A |
| 2 | Besonders in den letzten Jahren ist ein regelrechter Boom entstanden, | so dass für jeden Geschmack und jede Altersgruppe etwas dabei ist. | B |
| 3 | Moderne Brettspiele bieten komplexere Strategien und spannendere Spielmechaniken, | entdecken heute immer mehr Menschen die Vielfalt moderner Brettspiele. | C |
| 4 | Viele Spielentwickler achten heute darauf, | so sind Brettspiele wieder zu einem wichtigen Bestandteil der Freizeitgestaltung geworden. | D |
| 5 | Da gemeinsames Spielen die sozialen Kontakte stärkt, | weshalb hochwertige Figuren und Spielbretter heute zur Standardausstattung gehören. | E |
| 6 | Brettspiele fördern nicht nur die Kommunikation, | dass ihre Spiele ausgewogen und fair sind, ohne dass ein Spieler zu früh ausscheidet. | F |
| 7 | Spielverlage bringen jährlich hunderte neuer Titel heraus, | sondern trainieren auch logisches Denken und strategische Planung. | G |
| 8 | Obwohl digitale Spiele nach wie vor beliebt sind, | damit sich Gleichgesinnte kennenlernen und neue Spiele ausprobieren können. | H |
| 9 | Spielecafés und Brettspielläden organisieren regelmäßige Spielabende, | treffen sich immer mehr Freundesgruppen regelmäßig zu Spielabenden. | I |
| 10 | Die Qualität der Spielmaterialien hat sich in den letzten Jahren ebenfalls deutlich verbessert, | der sowohl Familien als auch Erwachsene ohne Kinder begeistert. | J |
| bieten Brettspiele das besondere Erlebnis direkter zwischenmenschlicher Interaktion und sind auch für Familien ideal. | K |
Блок 2. Вариант 8
ЛЕКСИКО-ГРАММАТИЧЕСКАЯ ЧАСТЬ
Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die Lücken (1-10) mit passenden Verben aus dem Kasten in der richtigen Form (Aktiv, Passiv, Infinitiv, Partizipien u.a.). Sie können jedes Verb nur einmal verwenden! Schreiben Sie Ihre Lösungen (die Nummer und die richtige Form des Wortes) auf den Antwortbogen.
nachahmen, denken, auftreten, entschlüsseln, vermuten, gähnen, können, erfüllen, anstecken, einströmen
WARUM WIR GÄHNEN
Jeder Mensch (1) __________ mehrmals täglich, und doch ist das Gähnen eines der rätselhaftesten Phänomene unseres Körpers. Wissenschaftler rätseln seit Jahrhunderten, warum dieses Verhalten existiert und welchen Zweck es (2) __________. Lange Zeit wurde angenommen, dass das (3) __________ Gähnen Müdigkeit oder Langeweile anzeigt. Moderne Forschung zeigt jedoch, dass die Ursachen viel komplexer sind.
Eine Theorie besagt, dass Gähnen dabei hilft, das Gehirn zu kühlen. Wenn wir gähnen, (4) __________ kühle Luft und die Durchblutung wird angeregt, was die Gehirntemperatur senkt. Dies ist besonders wichtig, da ein überhitztes Gehirn schlechter funktioniert. Studien haben gezeigt, dass Menschen in warmen Räumen häufiger gähnen als in kühlen Umgebungen. Auch bei Stress oder intensiver geistiger Arbeit tritt Gähnen vermehrt auf, was die Kühlungstheorie unterstützt.
Besonders interessant ist, dass Gähnen ansteckend ist – wenn wir andere gähnen sehen, (5) __________ wir es __________. Dieses Verhalten lässt sich auch bei vielen Tieren beobachten und zeigt, wie tief verwurzelt es in unserem biologischen System ist.
Dieses ansteckende Gähnen beginnt beim Menschen bereits im Alter von vier bis fünf Jahren und wird mit Empathie und sozialen Bindungen in Verbindung gebracht. Menschen, die stärker zu (6) __________ Gähnen neigen, zeigen oft auch eine höhere emotionale Intelligenz. Selbst das bloße Lesen oder Denken über Gähnen kann den Reflex auslösen.
Babys gähnen bereits im Mutterleib, was darauf hindeutet, dass es sich um einen angeborenen Reflex handelt. Gähnen (7) __________ also auch für die Entwicklung des Embryos wichtig sein, möglicherweise für die Kiefermuskulatur oder die Lungenfunktion.
Forscher (8) __________ heute, dass Gähnen mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt: Es kann Müdigkeit signalisieren, die Aufmerksamkeit steigern oder soziale Bindungen stärken. Obwohl wir noch nicht alle Geheimnisse des Gähnens (9) __________, ist klar, dass es weit mehr ist als nur ein Zeichen von Langeweile. Wenn Sie also das nächste Mal gähnen, (10) __________ Sie daran, dass Ihr Körper möglicherweise gerade eine wichtige biologische Funktion erfüllt.
ЧТЕНИЕ И ПИСЬМО
1. Lesen Sie zuerst den Text. Lesen Sie dann die darauf folgenden Aussagen zum Inhalt des Textes. Bestimmen Sie, ob die Aussage Richtig oder Falsch ist. Schreiben Sie die richtige Lösung und begründen Sie Ihre Wahl anhand des Textes.
Schreiben Sie Ihre Antworten auf den Antwortbogen.
Beispiel: 6 – Falsch, weil
“Technoferenz”: Wie sich der Handykonsum der Eltern auf Kinder auswirkt (von Kathrin Martens)
Eltern, die ständig am Handy hängen, riskieren mehr als nur verpasste Momente: eine neue Studie zeigt, wie sich dieses Verhalten auf die Entwicklung von Kleinkindern auswirkt. Zum Glück gibt eine Initiative Tipps gegen die Handysucht in der Familie.
Mal eben Meldungen checken. Schnell durch Newsfeed scrollen. Noch kurz eine Mail beantworten. Für viele Eltern gehört der Griff zum Handy zur Alltagsroutine – auch dann, wenn das Kind direkt daneben sitzt. Doch was nach einem harmlosen Blick aufs Display aussieht, hat laut einer neuen internationalen Studie messbare Auswirkungen: Kinder von Eltern, die viel am Smartphone hängen, zeigen häufiger Entwicklungsdefizite.
Veröffentlicht wurde die Untersuchung in der renommierten Fachzeitschrift «Jama Pediatrics». Das Forschungsteam analysierte 21 Studien aus zehn Ländern mit insgesamt rund 15.000 Teilnehmer:innen. Das zentrale Thema ist die sogenannte “Technoferenz” – also die Störung zwischenmenschlicher Beziehungen durch digitale Geräte. Im Fokus stand dabei, wie oft Eltern in Anwesenheit ihrer Kinder unter fünf Jahren zum Smartphone greifen und welche Folgen das für die Kleinen hat.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Kinder, deren Eltern regelmäßig aufs Handy schauen, während sie mit ihnen spielen, essen oder reden, zeigen öfter eine geringere kognitive Entwicklung, weniger soziales Verhalten und eine schwächere emotionale Bindung zu ihren Bezugspersonen. Auch psychische Auffälligkeiten wie Ängstlichkeit oder Rückzug traten häufiger auf. Zudem verbringen betroffene Kinder meist selbst mehr Zeit vor Bildschirmen.
Zwar seien die Effekte laut Studienautor Marcelo Toledo-Vargas eher klein gewesen, doch das dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, wie ernst das Problem ist. “Auch kleine Effekte können bedeutend sein – gerade, wenn wir sie in großem Maßstab betrachten”, sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Und groß ist dieser Maßstab inzwischen definitiv: Eine Umfrage aus der Türkei ergab, dass rund 70 Prozent der Eltern während gemeinsamer Aktivitäten wie dem Essen oder Spielen ihr Smartphone nutzen.
Die Forscher:innen betonen, wie wichtig es ist, dass Eltern präsent sind – geistig wie körperlich. Wenn ein Kind nach Aufmerksamkeit sucht und Vater oder Mutter nicht richtig reagieren, hemmt das die Entwicklung wichtiger Fähigkeiten. Denn gerade in den ersten Lebensjahren brauchen Kinder echte, wechselseitige Interaktion, um sich gesund entwickeln zu können.
Keine der untersuchten Studien befasste sich bislang mit den Auswirkungen auf Schlaf oder körperliche Aktivität – doch auch hier sehen die Forschenden dringenden Forschungsbedarf.
Was lässt sich also tun, um aus der “Handyspirale” herauszukommen? Die Initiative «Ins Netz gehen» hat einige alltagstaugliche Tipps gesammelt: Eltern sollten zum Beispiel gezielt handyfreie Zeiten im Tagesablauf einplanen – etwa beim Essen, Spielen oder dem abendlichen Zubettgehen. Benachrichtigungen auszuschalten und das Handy außer Reichweite zu legen, hilft dabei, den Fokus bei der Familie zu halten.
Auch ein Medientagebuch kann helfen, das eigene Verhalten zu reflektieren – also einfach mal aufschreiben, wie oft und wann man zum Handy greift. Die Analyse nach ein paar Wochen wirkt oft wie ein kleiner Aha-Moment.
Außerdem raten Expert:innen, gemeinsam mit den Kindern analoge Freizeitaktivitäten zu schaffen – ohne digitale Ablenkung. Ob zusammen kochen, ins Museum gehen oder einfach draußen herumtoben: All das stärkt nicht nur die Bindung, sondern schafft Erlebnisse, die kein Bildschirm der Welt ersetzen kann.
1. Eine neue Studie zeigt, dass sich das Elternverhalten kaum auf die Entwicklung von Kleinkindern auswirkt.
2. Bei “Technoferenz” wird der Aufbau natürlicher menschlicher Beziehungen durch Nutzung von digitalen Geräten verhindert.
3. Laut Forscher:innen sollten Eltern nicht nur körperlich, sondern auch geistlich für Kinder anwesend sein.
4. Zur Zeit gibt es ziemlich viele Studien, die sich mit den Auswirkungen von digitalen Geräten auf Schlaf oder körperliche Aktivität der Kinder befassen.
5. Eltern sollen gezielt handyfreie Zeiten im Tagesablauf einplanen: Benachrichtigungen auszuschalten und das Handy außer Reichweite legen.
2. Lesen Sie die Aussage und äußern Sie Ihre Meinung dazu.
«Erziehung ist Beispiel und Liebe — sonst nichts!» (Friedrich Fröbel, berühmter deutscher Pädagoge)
Stimmen Sie dieser Aussage zu? Nehmen Sie Stellung zum angebotenen Thema.
Führen Sie zwei Argumente (ein aus dem gelesenen Text, ein anderes aus Ihrer Erfahrung) und zwei Beispiele (ein aus dem gelesenen Text, ein anderes aus Ihrer Erfahrung) an, um Ihren Standpunkt zu begründen.
Beachten Sie dabei den Aufbau des Textes: Einleitung, Aufbau der Argumentation (zwei Absätze), Schlussfolgerung.
Schreiben Sie einen Text von ca. 170-200 Wörtern.